{"id":1123,"date":"2014-11-13T19:29:04","date_gmt":"2014-11-13T17:29:04","guid":{"rendered":"http:\/\/no-fracking-wendland.de\/?p=1123"},"modified":"2014-11-20T19:38:03","modified_gmt":"2014-11-20T17:38:03","slug":"offener-brief-des-umweltinstitus-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/erdgas-erdoel-fracking-wendland.de\/?p=1123","title":{"rendered":"Offener Brief des Umweltinstituts M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/nofracking.wendland-daten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Umweltinstitut-M\u00fcnchen-Kopf.jpeg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-1125 size-medium\" src=\"http:\/\/nofracking.wendland-daten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Umweltinstitut-M\u00fcnchen-Kopf-300x188.jpeg\" alt=\"Umweltinstitut M\u00fcnchen Kopf\" width=\"300\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/erdgas-erdoel-fracking-wendland.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Umweltinstitut-M\u00fcnchen-Kopf-300x188.jpeg 300w, https:\/\/erdgas-erdoel-fracking-wendland.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Umweltinstitut-M\u00fcnchen-Kopf.jpeg 426w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Offener Brief<\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,<br \/>\nsehr geehrte Frau Bundesumweltministerin Hendricks,<br \/>\nsehr geehrter Herr Bundeswirtschaftsminister Gabriel,<br \/>\nseit einigen Monaten arbeiten Sie an einem Gesetzesentwurf, der den Einsatz der Fracking-Technologie in Deutschland regeln soll. Nun ist bekannt geworden, dass sich der urspr\u00fcnglich f\u00fcr September angek\u00fcndigte Kabinettsbeschluss noch weiter verz\u00f6gert, weil \u2013 insbesondere bei Fragen des Umweltschutzes \u2013 gro\u00dfe Uneinigkeit \u00fcber die Ausgestaltung besteht und die Industrie weiter massiven Druck aus\u00fcbt, damit das Gesetz wirtschaftsfreundlicher ausf\u00e4llt.<br \/>\nWir appellieren nun noch einmal an Sie: Ber\u00fccksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung den Willen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Bev\u00f6lkerung lehnt Fracking ab.<br \/>\nErst k\u00fcrzlich haben wir Ihnen, gemeinsam mit anderen Umweltverb\u00e4nden, 660.000 Unterschriften f\u00fcr ein vollst\u00e4ndiges, bundesweites Fracking-Verbot \u00fcberreicht.<br \/>\nFracking ist eine Risikotechnologie, so auch der Standpunkt des Umweltbundesamts. Gefahren f\u00fcr Mensch und Umwelt k\u00f6nnen nicht ausgeschlossen werden. Gernot Kalkoffen, Europa-Chef von ExxonMobil, gab letzte Woche in einem Interview zu, dass im Zuge der Fracking-Operationen in Deutschland jahrelang giftige<br \/>\nStoffe wie Benzol und Quecksilber aus Leitungen f\u00fcr den Transport von Lagerst\u00e4ttenwasser entwichen sind.<br \/>\nDurch schlecht abgesicherte Bohrpl\u00e4tze und schludrige Reinigungsarbeiten traten auch an der Oberfl\u00e4che giftige Substanzen aus und entwichen in die Umwelt. Kalkoffen sprach zudem offen \u00fcber Trinkwasserverseuchung in den USA und gestand ein, dass es seinem Unternehmen v\u00f6llig unbekannt ist, wie viel des besonders klimasch\u00e4dlichen Gases Methan durch die Fracking-Bohrungen freigesetzt wird. Die neue, angeblich giftfreie<br \/>\nFrackingfl\u00fcssigkeit, deren baldigen Einsatz ExxonMobil zuletzt in gro\u00dfen Zeitungsanzeigen bewarb, ist hingegen noch nicht einmal einem Feldtest unterzogen worden.<br \/>\nGleichzeitig werden den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern falsche Versprechungen \u00fcber den gesamtgesellschaftlichen Nutzen von Fracking gemacht: Fracking k\u00f6nne zu g\u00fcnstigeren Energiepreisen f\u00fchren und uns von russischem Erdgas unabh\u00e4ngig machen. Fakt ist aber, dass die deutschen Erdgasreserven viel zu gering sind, um einen Boom wie in den USA auszul\u00f6sen. Deutschland braucht kein Fracking, um seine Versorgungssicherheit zu garantieren. Die Erlaubnis oder gar die finanzielle F\u00f6rderung von Fracking stellt eine Verl\u00e4ngerung des fossilen Zeitalters und damit eine Bremse f\u00fcr den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien dar.<br \/>\nDiese sind es aber, die uns tats\u00e4chlich unabh\u00e4ngig von Energieimporten machen und die auch in Zukunft f\u00fcr niedrige Energiepreise sorgen werden.<br \/>\nKnicken Sie nicht ein vor den Profitinteressen der Energiekonzerne! Eine Genehmigung von Probebohrungen wird dazu f\u00fchren, dass Konzerne, die in diese Bohrungen investieren, die kommerzielle Nutzung einfordern werden. Auch ein Verbot von Fracking bis zu einer Tiefe von 3000 Metern wird die Industrie nicht davon abhalten, Bohrungen durchzuf\u00fchren, denn ein Gro\u00dfteil der Schiefergasreserven liegt unterhalb dieser 3000 Meter. Nur mit einem konsequenten Fracking-Verbot kann eine nachhaltige Energiewende gelingen.<br \/>\nMit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nChristina Hacker<br \/>\nVorstand<br \/>\nUmweltinstitut M\u00fcnchen e.V.<br \/>\nUmweltinstitut M\u00fcnchen e.V.<br \/>\nLandwehrstra\u00dfe 64a<br \/>\n80336 M\u00fcnchen<br \/>\nwww.umweltinstitut.org<br \/>\nFranziska Buch<\/p>\n<p>Hier geht es zur online-Unterschriften-Aktion gegen Fracking:<\/p>\n<p><a title=\"Fracking verbieten\" href=\"https:\/\/www.umweltinstitut.org\/mitmach-aktionen\/aktion-fracking-verbieten.html\" target=\"_blank\">online Aktion Fracking verbieten <\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Offener Brief Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel, sehr geehrte Frau Bundesumweltministerin Hendricks, sehr geehrter Herr Bundeswirtschaftsminister Gabriel, seit einigen Monaten arbeiten Sie an einem Gesetzesentwurf, der den Einsatz der Fracking-Technologie in Deutschland regeln soll. 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